Archive for Oktober, 2010

Mentales Training

Montag, Oktober 25th, 2010

Leichter lernen – sicherer auftreten
Für Sportler ist es etwas Alltägliches, für Musiker meist immer noch neu. Mentales Training, bedeutet z.B. üben zu können, ohne die Bewegungen tatsächlich auszuführen, eine effektive Methode. Damit lässt sich Zeit sparen, Konzentration fördern, sorgfältiger und zielgerichteter Üben. Die Klangvorstellung wird deutlicher und bewusster, was erstens die Musik im Ablauf selbst betrifft, zweitens aber vor allem die Interpretation. Eingeschliffene Fehler kann man damit loswerden, Sehnen und Gelenke schonen, Wartezeiten überbrücken und, und, und…
In dem Buch von Renate Klöppel wird das alles veranschaulicht und an praktischen Beispielen erklärt, ein großer Teil des Buchs ist auch dem Umgang mit Lampenfieber gewidmet und es gibt eine Einführung in die Progressive Muskelentspannung, sehr zu empfehlen!
Literatur:
Mentales Training für Musiker. Leichter lernen – sicherer Auftreten von Renate Klöppel. Bosse Verlag 3. Auflage 2003.

Mentales Training für Musiker: Leichter lernen - sicherer auftreten

Prestississimo

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Prestißißimo - Grete Wehmeyer
Die Wiederentdeckung der Langsamkeit in der Musik und somit die Entschleunigung ist ein zentrales Thema der wissenschaftlichen Arbeit von Grete Wehmeyer. Die Musikwissenschaftlerin und Pianistin zeigt wie es trotz besseren Wissens dazu gekommen ist, dass sich einerseits durch historische Missverständnisse die Musik in den letzten 200 Jahren immens beschleunigt hat und wie weit es auch einfach mit Zeitgeist, Lebensgefühl und technischen Errungenschaften zusammenhängt. Denn so hatten sich die Komponisten vergangener Zeiten ihre Musik nicht vorgestellt. Sehr empfehlenswertes und auch unterhaltsames Buch für alle Musiker und Musikliebhaber.

prestißißimo. Die Wiederentdeckung der Langsamkeit in der Musik

Resonanzlehre: Musiker in Bewegung

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Aus der eigenem Erfahrungen als Musiker, vor allem aber durch Unterrichtserfahrung weiß ich, in den meisten Fällen ist es nicht selbstverständlich, dass die körperliche Seite des Musizierens ausreichend berücksichtigt wird. Die beste Anleitung sich als Musiker körperlich 3-dimensional ausbalanciert einzurichten und  mit Leichtigkeit und der richtigen Balance aus Lockerheit und Spannung bekam ich von Thomas Lange. Auf seiner Seite kann man mehr erfahren, insbesondere das dort eingestellte Interview würde ich empfehlen: Resonanzlehre. Bei Thomas Lange geht es um angewandte Musikphysiologie für Musikerinnen und Musiker. Er fasst Klang und Bewegung als Einheit auf. Sein Kernsatz lautet: Je resonanzreicher der Klang, um so müheloser und effektiver die musikalische Bewegung. Glücklicherweise steht der Gleichgewichtssinn im direkten Zusammenhang mit dem Gehör. Hat man einmal gelernt, dass wir Menschen nicht mechanisch sondern kybernetisch und ausbalanciert optimale Ergebnisse erzielen, ist man schon bald auf dem richigen Weg. Mit der audiomotorischen  Einschätzung der eigenen Bewegungsqualität gibt er ein Kriterium an die Hand, mit dem Musiker hören können, wie es um die Bewegungsqualität beschaffen ist. Angewandt bedeutet dass es immer um die tatsächliche Praxis in der musikalischen Aktion geht. Am Ende konzentriert sich der Musiker in erster Linie auf den Klang der die entsprechende Bewegung steuert. Bestandteil der Resonanzlehre sind von Thomas Lange zusammengestellte Körperübungen mit denen der Körper täglich neu eingerichtet wird. Als Ergänzung für diesen Aspekt kann ich auch das folgende Buch empfehlen. Es hilft die Verbindung von Klang und Bewegung zu optimieren. Aber natürlich ist es auch wertvoll für jene die einfach nur akute oder spätere Beschwerden vermeiden wollen oder ihre Ausdauer und Leistungsfähigkeit verbessern wollen.

Musiker in Bewegung: 100 Übungen mit und ohne Instrument

John Lennons 70er Geburtstag

Samstag, Oktober 9th, 2010

Ich hoffe Ihr hattet alle Gelegenheit John Lennon 70ten Geburtstag zu feiern, oder zumindest haben Einige dran gedacht. Ich habe heute spontan ein kleines Arrangement von (Just Like) Starting Over gemacht und gerade ein Video bei YouTube hochgeladen: John Lennon Tribute So und jetzt mache ich ein Fläschchen auf!

Pete Alderton und Jens Hausmann

Sonntag, Oktober 3rd, 2010

 Im Juni 2010 hatte Jens Hausmann gerade im Musikgeschäft Beute gemacht, als er Pete Alderton in der Fußgängerzone in die Arme lief. Pete vertreibt sich  öfter mal die Zeit mit Straßenmusik um neue Stück auszuprobieren, für Jens eine schöne Gelegenheit eine frisch gekaufte Guitarlele zu testen und mitzujammen. Beide beschlossen das bei Gelegenheit mal fortzuführen, die ergab sich beim ersten Duoauftritt im Cafe Alte Schule, Schloss Hamborn am 02. Oktober 2010 mit deftigem Blues, Singer/Songwriter Stücken und Favoriten von Pete. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht…

Pete Alderton

1955 in Felixstowe, England, als Sohn eines in England stationierten amerikanischen G.I. geboren, hat seine Wurzeln im Blues. Markenzeichen ist seine unverwechselbare, grundehrlich rauchige Stimme. Sonst meist mit Band unterwegs kann er sich gerade im Duo-Kontext von zart sensibel bis rauh in voller Dynamik entfalten.