Tenor Gitarre Minikurs

Ich hatte gerade Gelegenheit über die Kala Tenor Gitarre KA-GTR einen Testbericht für AKUSTIK GITARRE zu schreiben, Kala Instrumente werden hierzulande von Warwick in den Handel gebracht. Für meinen YouTube Kanal habe ich noch schnell einen kleinen Minikurs zum Thema: ‚Tenor GItarre für Gitarristen‘ zusammengestellt.So kann jeder mal rein schnuppern. Die Akkorde zu After You’ve Gone, die ich im Intro spiele findet man als PDF zum Song hier: http://tenorguitar.eu/

Tenor Gitarre Minikurs mit Jens HausmannIm Weiteren wird im 1. Teil eine Jazz-Blues Akkordverbindung in C mit nur einer Griffform erklärt, der zweite Teil bringt einen passenden Duke Ellinigton Schluss hinzu und erklärt die wichtigsten Grundakkorde in C plus eine C-Dur Tonleiter. Im dritten Teil geht es weiter mit umkehrungen zu den Durakkorden in C-Dur auf dem ganzen Griffbrett, Teil Nummer Vier widmet sich ganz konkret dem Song ‚Love The One You’re With‘ von CSN&Y, der dann von mir in Teil 5 gespielt wird. Als Bonus zeige ich im letzten Clip, wie man auch mit vier Saiten auf einer Gitarre in Quintstimmung spielen kann, wenn man es erst ausprobieren möchte, bevor man gleich investiert.
Hier geht es zur Playlist: Tenor Gitarre Minikurs

und hier folgen die entsprechenden PDF Grifftabellen für den Download, viel Spaß damit!

Tenor Gitarre Jazz Blues in C

Tenor Gitarre Grifftabelle 1

Tenor Gitarre Grifftabelle 2

Tenor Gitarre Umkehrungen in C-Dur

Dominantketten – Improvisation

Dominantketten tauchen in vielen Jazz-Stücken auf. Solange es flott geht, wie bei einem Turnaround im Jazz-Blues, kommt man bei der Improvisation schon mal über die Runden, ohne sich im Einzelnen um die Akkorde oder gar Skalen zu kümmern. Wenn die jeweiligen Akkorde aber einen ganzen Takt oder länger andauern muss man auf die Akkordtöne einzugehen. Beispiele wären alte Nummern wie Sweet Georgia Brown, oder der typische B-Teil der Rhythm-Changes, das ist die allgemeine Bezeichnung für die Akkorde des Stücks „I Got Rhythm von George Gershwin“. Oft werden hierfür einfach verschiedene Mixolydische Skalen auf den jeweiligen Grundton bezogen und hintereinander gereiht, aber das geht eleganter. Für einen größtmöglichen gemeinsamen Nenner von Tönen im Stück könnte man zum Beispiel die Arpeggiotöne (Töne der Akkorde) nehmen und die Lücken mit den Tönen der Tonleiter auffüllen, in der das Stück steht. Schließlich kommt die Dominantkette im Prinzip einfach daher, dass Mollseptakkorde eine große Dominantterz bekommen. So wird folgende Kadenz zu einer Dominantkette.

Kadenz in C-Dur: | Em7 |Am7 | Dm7 | G7 | Cmaj7 | (3-6-2-5-1)

Dominantkette: | E7 |A7 | D7 | G7 | Cmaj7 | (3-6-2-5-1)

Für jeden Akkord müsste man also nur auf einen einzigen Ton aufpassen, nämlich die große Terz, der Rest bleiben die Töne aus der C-Dur Tonleiter! Es ist also ganz einfach und sieht nur kompliziert aus, wenn das folgende Bezeichnungen ergibt:

E7: E-Mixolydisch b9b13 (Töne von A-Harmonisch-Moll)

A7: A-Mixolydisch b13 (Töne von D-Melodisch-Moll)

D7: D-Mixolydisch (Töne von G-Dur)

G7: G-Mixolydisch (Töne von C-Dur)

Vor diese Kette könnte man noch ein B7 vorschalten. Damit wäre man für alle Fälle gerüstet und hätte auch einen Septakkord für die 7. Stufe, wo eigentlich ein Bm7b5 steht. Dieser neue Dominantseptakkord hätte dann allerdings zwei Akkordtöne die von C-Dur abweichen. Das ist zum einen die große Terz D# und zum anderen die Quinte F# statt der verminderten Quinte F. Das ergibt dann:

B7: B-Mixolydisch b9b13 (Töne von E-Harmonisch Moll)

Fazit:
Wir kommen also mit „normalen“ mixolydischen Skalen schon ziemlich weit, bei D7 und G7 bleibt es dabei. Für A7 hätten wir mit dem Ton F die b 6/b13. Für E7 wäre das F die b2/b9 und C die b6/b13. Aber wie gesagt es bleibt jeweils bei den Tönen der C-Dur Tonleiter und der großen Dominantterz des jeweiligen Akkordes. Einzige Ausnahme B7: hier müsste man zusätzlich auf die Quinte achtgeben, der Akkord ist in diesem Kontext aber ohnehin selten, meistens gehen Dominantketten auf der dritten oder sechsten Stufe los.

Jens Hausmann

Autumn Leaves / Fly Me To The Moon / Improvisation

Harmonische Analyse und Improvisation
Autumn Leaves: Zwei tonalen Zentren
Bezieht man sich bei Autumn Leaves auf die einfachere Version in Em, wie sie zum Beispiel im alten „Realbook“ steht hat man es mit den folgenden zwei tonalen Zentren zu tun.
Eine Kadenz in G-Dur: | Am7 | D7 | Gmaj7 | Cmaj7 | (2-5-1-4)
und eine in E-Moll: | F#m7b5 | B7b9 | Em7 | (2-5-1 in Moll)
Für die G-Dur Kadenz finden wir alle Akkordtöne in der G-Dur-Tonleiter und können die beim Improvisieren auch die ganze Zeit verwenden. Wenn man dabei die Akkordtöne des jeweiligen Akkordes im Auge behält, der gerade dran ist reicht das schon völlig aus. Es ist in diesem Kontext nicht unbedingt erforderlich sich Gedanken über Akkordskalen/Modi zu machen, trotzdem liste ich sie noch mal auf: mit den G-Dur Tönen spielt man sie automatisch, im Einzelnen wären das: A-Dorisch, D-Mixolydisch, G-ionisch, C-lydisch, E-Aeolisch, F#-Lokrisch und B-phrygisch, diese letzte Tonleiter kommt aber bei Autumn Leaves nicht vor, denn wir haben an dessen Stelle den Dominantseptakkord B7b9 und damit kommen wir schon zur Moll-Kadenz.

Für die E-Moll-Kadenz brauchen wir statt D das D# als Dominant-Terz für B7b9. Praktisch wäre jetzt eine E-Moll Tonleiter mit D# statt D, oder? Kein Problem: die nennt man E-Harmonisch Moll, weil sie zu den Akkorden (Harmonien) passt. Bezogen auf die fünfte Stufe B nennt man sie dann Harmonisch-Moll 5, oder B-Mixolydischb9b13, was etwas kompliziert klingt. Aber keine Sorge, es geht immer noch um die alte E-Moll-Tonleiter, bei der nur ein Ton verändert wird! Diese Tonleiter ist perfekt, solange wir gerade bei E7b9 sind. Über F#m7b5 spielt man entweder Lokrisch (das sind die G-Dur Töne von F# aus) oder auch hier diese neue Tonleiter mit dem D#, das könnte dann Lokrisch mit großer Sexte heißen, aber es bleibt bei den die gleichen Tönen.

Fly Me To The Moon
Würde man in derselben Tonart „Fly Me To The Moon“ spielen, bräuchte man nur einen weiteren Akkord, eine Zwischendominante. Das E7 hätte in diesem Kontext Dominantfunktion zu Am. Bei den G-Dur Tönen über Am7 braucht man auch hier nur einen einzigen neuen Ton, das G#. Diese Tonleiter nennt man A-Melodisch Moll, als Akkordskala über E7 ist das ein E-Mixolydisch b13.

Fazit:
Wir kämen also insgesamt auf drei Tonleitern:
G-Dur/E-Moll Tonleiter: G A B C D E F# G (E F# G A B C D )
E-Harmonisch Moll: E F# G A B C D# E
A-Melodisch Moll: A B C D E F# G# A
Übrigens: Von A-(Natürlich) Moll aus gesehen (A B C D E F G A) gäbe es hier zwei Unterschiede das F# und das G#. Bei A-Dorisch (G-Dur Töne) ist das F# schon dabei, daher müssen wir nur einen neuen Ton berücksichtigen.

Jens Hausmann

Linksammlung Musik

Meine Schüler fragen ständig nach Programmen und Links wie diesen:

Notenschreiben mit dem kostenlosen Einsteiger Finale ‚Notepad‘:
www.klemm-music.de/ oder hier: softonic.de

Guitar-Pro www.guitar-pro.com/
Tab und Notationsprogramm oder beim deutschen Vertrieb:
guitarpro@klemm-music

TAB Alternative: www.tabledit.com

Freeware Alternativen sind www.power-tab.net und www.tabazar.de

oder Tux Guitar der Allrounder: Tuxguitar oder auch  bei Softonic

Free Sheet Music www.eythorsson.com/

TABs www.ultimate-guitar.com

Für alle die selbst transkribieren gibt es hier ein feines Programm, um Aufnahmen langsamer abzuspielen, besser zu navigieren, inkl. Features wie Feintuning. Ich verwende es für GItarrensolos und auch für Interviews: Transcribe!

Drumcomputer Demo-Version www.pcdrummer.com/

Standardprogramm für Audiobearbeitung: audacity

Ear Training/ Gehörbildung: www.good-ear.com/

Oder als professionelle Software: Gehörbildung Software EarMaster 6 für Win/Mac DEUTSCH [CD-ROM]

Programm für einfache Griffbrettdarstellung Neckdiagrams.com

Hier folgt ein Link zu Truefire.com. Das ist meine beste Empfehlung, wenn es um Video Tutorials verschiedener Stilrichtungen geht. Wersich über diesen Link anmeldet bekommt sogar einen Startbonus!

Und zu guter Letzt: Band In A Box das Begleitprogramm, das ich seit Jahren nutze. Ich schrieb vor kurzem sogar mal einen Testbericht für Akustik Gitarre dazu: Hier der Link zur deutschen Version: www.m3c.de und hier der Link zur kanadischen Seite: http://www.pgmusic.com/.

mehr folgt noch…

7 Modes: Ableitungen Dur Tonleiter – Modale Improvisation

Jeder einzelnen Stufe der Tonleiter können die jeweils charakteristische Akkord und deren Skalen zugeordnet werden. In dem Zusammenhang ist die Rede von Modes, Akkordskalen oder Kirchentonleitern. Egal, die meisten verstehen das theoretisch recht gut und kennen auch einige Fingersätze. Damit ist es aber leider nicht getan. Wer bislang grob durchblickt ist hier richtig, denn trotzdem gibt es immer wieder Schwierigkeiten diese verschiedenen Sounds in den Kopf und vor allem in die Ohren zu bekommen. Ich versuche hier mal einige praktische Tipps zusammenstellen, um das Material unter verschiedenen Gesichtspunkten/Blickwinkeln zugänglich zu machen. Egal wie man es sehen möchte, geht es dennoch immer um dieselbe Information, grundsätzlich greifen verschiedene Ansätze:
1. Welche Stufe der Dur Tonleiter liegt vor? Dorisch steht z.B. auf der zweiten Stufe.
2. Welche zusätzlichen Töne braucht man zu einer vertrauten Dur- oder Moll-Pentatonik. Eine Tonleiter besteht aus sieben Tönen, der Name Pentatonik kommt von der Zahl fünf, es fehlen also nur zwei Töne!
3. Was ist das charakteristische der jeweiligen Tonleiter? Beispiel: Lydisch ist eine Dur-Tonleiter mit übermäßiger Quarte.
4. Wo liegen die Halbtonschritte? Es gibt grundsätzlich zwei davon. Das Wissen um deren Position kann mancher zwar nicht direkt in eine hörbare Vorstellung umwandeln, aber langfristig wird es dabei helfen, versprochen!
5. Über welche Akkorde in der Begleitung lässt sich die jeweilige Skale üben? Hierzu gebe ich jeweils zwei Vorschläge. Los geht’s, sortiert nach Stufen:

C-Ionisch, (C-Dur)
1. C-Dur Tonleiter, erste Stufe, es geht also einfach nur um die Stammtöne.
2. C- Dur Pentatonik mit zusätzlicher 4 (F) und der großen 7 (B, dtsch: H) Diese beiden zusätzlichen Töne machen gerade den spezifischen Charakter aus, der die Unterscheidung zu Lydisch oder Mixolydisch ermöglicht.
3. Eine Dur-Tonleiter haben wir alle im Ohr, so leicht kann es gehen!
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 3. – 4. und 7. – 8. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit einem einfachen C-Dur Akkord oder Cmaj7, C6
Eine andere Möglichkeit ist immer die drei Dur-Akkorde der originalen Durtonleiter über den Grundton der Skale zu spielen. In diesem Fall wäre das C-Dur, F-Dur, G-Dur auf den hohen Saiten allesamt mit C im Bass.

C-Dorisch
1. C-dorisch ist die zweite Stufe der Bb-Dur Tonleiter.
2. C- Moll Pentatonik mit zusätzlicher 2 (D) und der großen 6 (A). Der spezifische Charakter kommt vor allem vom bittersüßen Sound der Sexte insbesondere im Kontrast mit der b3 (Eb), man kennt diesen Sound z.B. von Santana ‚Samba Pa Ti‘, ‚Oye Como Va‘
3. Natürlich Moll mit großer 6, Mixolydisch mit b3, oder Dur mit b3 und b7.
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 2. – 3. und 6. – 7. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit einem C-Moll7 Akkord, oder im Wechsel mit C-Moll6
Die drei Dur-Akkorde wären in diesem Fall Bb-Dur, Eb-Dur, F-Dur über C im Bass.

C-Phrygisch
1. C-Phrygisch ist die dritte Stufe der Ab-Dur Tonleiter.
2. C- Moll Pentatonik mit b2 (Db) und b6 (Ab) zusätzlich. Der spezifische Sound dieser beiden Töne bringt ein spanisches Flair.
3. Eine natürliche Molltonleiter mit b2, das Erkennungsmerkmal. Von Dur aus wird es zu kompliziert: b3 (Eb), b7 (Bb ) b6 (Ab) and b2 (Db).
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 1. – 2. und 5. – 6. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit einem Db/C ! Sehr gewöhnungsbedürftig, aber C-Moll7 klingt zu allgemein. Die drei Dur-Akkorde über C wären Ab-Dur, Db-Dur, Eb-Dur.

C-Lydisch
1. C-Lydisch ist die vierte Stufe einer G-Dur Tonleiter.
2. C-Dur Pentatonik mit übermäßiger  #4 (F#) großer 7 (B) zusätzlich.
3. C-Dur Tonleiter mit übermäßiger #4, der charakteristisch schwebende Sound.
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 4. – 5. und 7. – 8. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit D/C, z.B. im 2. Bund. Die drei Dur-Akkorde über C wären G-Dur, C-Dur, D-Dur.

C-Mixolydisch
1. C-Mixolydisch ist die fünfte Stufe einer F-Dur Tonleiter.
2. C-Dur Pentatonik mit 4 (F) und b7 (Bb) zusätzlich.
3. C-Dur Tonleiter mit b7, die einzige Dur-Tonleiter mit b7, der bluesig rockige Sound!
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 3. – 4. und 6. – 7. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit Bb/C, (Bb711) z.B. im 6. Bund, oder bluesige Grooves über C7. Die drei Dur-Akkorde über C sind F-Dur, Bb-Dur, C-Dur.

C-Aeolisch (natürlich Moll)
1. C-Aeolisch ist die sechste Stufe einer Eb-Dur Tonleiter.
2. C-Moll Pentatonik (1, b3, 4, 5, b7 or C, Eb, F, G, Bb) mit 2 (D) und b6 (Ab) zusätzlich.
3. Eine natürliche Moll-Tonleiter, oder Dorisch mit b6, eine Gemeinsamkeit mit Phrygisch, aber hier ist der Unterschied die b2. Von C-Dur aus wäre es mit b3 (Eb), b7 (Bb) und b6 (Ab), also zu kompliziert. Das Charakteristische ist die 2 und die b6.
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 2. – 3. und 5. – 6. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit Ab/C, z.B. im 6. Bund, mit Terz im Bass. Die drei Dur-Akkorde über C wären hier Eb-Dur, Ab-Dur, Bb-Dur.

C-Lokrisch
1. C-Lokrisch ist die siebte Stufe einer Db-Dur Tonleiter.
2. C-Moll Pentatonik mit b5 statt reiner 5, Vorsicht! Zusätzlich kommt die b2 und b6.
3. C-Dur Tonleiter bei der alles ein Halbton tiefer ist außer der vierten Stufe: b2 (Db) b3 (Eb), b5 (Gb), b6 (Ab), b7 (Bb ), oder eine Phrygische Tonleiter mit b5.
4. Die Halbtonschritte liegen zwischen der 1. – 2. und 4. – 5. Stufe.
5. Begleitung empfohlen mit C-Moll7b5, z.B. im 8. Bund. Die drei Dur-Akkorde über C wären Db-Dur, Gb-Dur, Ab-Dur.

Übe/Lernreihenfolge
Als Tipp eine Reihenfolge, damit man immer nur auf einen unterschiedlichen Ton achten muss:
C- Lydisch, C-Ionisch, C-Mixolydisch, C-Dorisch, C-Aeolisch, C-Phrygisch, C-Lokrisch.

Alterierte Skala, was ist das? Beispiel G7 alt

Aus aktuellem Anlass im Unterricht möchte ich hier eine Frage klären, die bei den fortgeschrittenen Jazzgitarre-Schülern ständig für Verwirrung sorgt. Was ist eine alterierte Skala und wo kommt sie her? Man kann es sich leichter machen und fragen, was ist ein alterierter Dominantseptakkord? Normalerweise würden wie bei G7 von den Tönen G-B(H)-D-F ausgehen. Mögliche Alterationen sind immer die verminderte und die übermäßige Quinte, das schließt die reine Quinte D erstmal aus. Dann haben wir noch Alterationen für die None, die taucht ebenfalls vermindert oder übermäßig auf. Vom Akkord her dürfte es jede Kombination von alterierte Quinte und alterierte None sein, selbstverständlich auch einzeln. In der Skale/Tonleiter sind das schon die ganzen Töne, die es für eine alterierte Tonleiter braucht: erstmal nehmen wir D raus: G-B—F, dann kommen die alterierten Quinten hinzu G-B-Db-D#-F und schließlich die Nonen: G-Ab-A#-B-Db-D#-F. Jetzt haben wir uns reichlich enharmonische Verwechslungen eingehandelt, da ich quasi jeden Buchstaben nur einmal verwenden darf, um es schnell auf den Punkt zu bringen:

Das richtige Ergebnis ist: G-Ab-Bb-Cb-Db-Eb-F, das sieht gefährlich aus, gell? Wenn man sich aber merkt, dass es nur von der Muttertonleiter Ab melodisch Moll Ab-Bb-Cb-Db-Eb-F-G-Ab kommt und im siebten Modus steht, also auf der siebten Ton G beginnt, hat man die alterierte Skala schon geknackt. Vor allem braucht man dann keine neuen Fingersätze, praktisch! Am Ende ist es also egal, ob man durch geschickten Umgang mit der melodischen Molltonleiter dahinter kommt, oder über die Erklärung mit den Akkordtönen Zugang findet, ich glaube im echten Leben ist es meist eine Mischung.

Jens Hausmann

Gitarrengriffe: Akkorde Lernen Teil 5 Blues in Sexten

Bei dem 2-Seitigen PDF zu Akkordverbindungen Teil 4 waren schon einige für Bluesbegleitungen dabei. Genau da setzt dieser Teil zum Akkorde Lernen an,  hier sind 3 einfache Blues-Progressionen, in denen das Verschieben von Sexten ein zentrales Thema ist. In A oder E ist es vielen vielleicht schon geläufig, aber in G sieht man diesen Trick schon seltener, obwohl es gerade hier eine sehr kraftvoll klingende Begleitung bringen kann mit einem Schuss Acoustic-Rock’n’Roll. Rhythmisch habe ich alles möglichst übersichtlich in Vierteln notiert, aber ich würde es geschuffelt als Swing versuchen mit je einem mit Links gedämpften Aufschlag auf den Zählzeiten 2+ und 4+. Viel Spaß damit!

Jens Hausmann

Blues in A und E in Sexten

Blues in G in Sexten

Gitarrengriffe: Akkorde Lernen Teil 4 Verbindungen

Nach den schwierigen Barrée-Akkorden habe ich hier zum Schluss ein paar Akkord-Verbindungen zusammengestellt. Zum großen Teil sind sie halb so schwer und es sind einige dabei, die man kennen sollte. In der ersten Reihe sind es Standard-Verbindungen, wie man sie heute von Oasis oder Greenday kennt, die wiederum bei den Beatles gut aufgepasst haben. Dann gibt es ein paar Reihen mit Wendungen aus dem Folk oder Singer/Songwriter Bereich, Spielereien mit Sus-Akkorden, Bassdurchgängen, Quartsext-Vorhalten, Blues-Akkord Phrasen, ein paar Ideen zum Verschieben von Akkorden ohne Barrée und die typische spanische Kadenz. Fingert es mal durch und lasst Euch von dem Sammelsurium ein wenig inspirieren.
Viel Spaß

Jens Hausmann

Gitarrengriffe Akkorde Lernen in Noten und Tabulatur 4