Diane Ponzio – Take The Hypotenuse / So Low, You Have To Listen

Diane Ponzio Musikmesse Frankfurt 2003 © Jens Hausmann

Diane Ponzio Musikmesse Frankfurt 2003
Foto: Jens Hausmann

Seit den späten 80ern ist Diane Ponzio unermüdlich unterwegs, als Singer/Songwriterin und in Sachen Martin Guitars. Beides ist bei der charismatischen Sängerin mit den wach funkelnden Augen schwer zu trennen, wenn sie jedes Jahr aufs Neue Martin Gitarrenfans auf der Frankfurter Musikmesse ihr charmantes Lächeln schenkt und zwischendurch auf die Acoustic Village Stage klettert, um die Instrumente anschließend begeisternd zu personifizieren.
Ihre Leidenschaft begann, als liebe Freunde gemeinsam ihre erste Martin D-35S als Geschenk finanzierten. Seither gilt ihre Begeisterung dem typischen dunklen Sound mit seidigen Höhen, der Bespielbarkeit, Verarbeitung dieser Steelstrings und vor allem der Tatsache, dass die edlen Instrumente über die Jahre mit dem Alter besser werden. Auch technisch kennt sie sich mit dieser Materie bestens aus. Manche dieser Eigenschaften hat die zierliche Lady mittlerweile für sich selbst verinnerlicht. Bislang neun CDs lang ist Diane ihrem Sound treu geblieben und hat es trotzdem immer wieder geschafft für Abwechslung zu sorgen und sich weiterzuentwickeln. Es gab anfangs einen Schuss Pop, folkiges, oder jazziges mit Band und mit ‚Something Personal’ eine ganz intim live im Studio eingespielte Solo-CD. Ein großes Highlight ist sicher die CD ‚Army Of Angels’ erschienen auf dem Stockfisch Label.

Diane Ponzio Photo: Jens Hausmann

Diane Ponzio 2006
Foto: Jens Hausmann

Gerade die letzten beiden Veröffentlichungen fallen besonders positiv auf und wurden zum Anlass für diesen Artikel. Inzwischen hat sich die quirlige Brand Ambassadorin eingehend mit der breiter geworden Martin Instrumentenfamilie auseinandergesetzt und ganz beachtliche Fertigkeiten auf der Ukulele erlangt, die ihrem versierten Gitarrenspiel kaum nachstehen. Hinzu kommen Akustik-Bass, Mandoline, Nylonsaiten- und 12-saitige Gitarre.

Zusammen mit Perkussion und Backgroundgesang konnte die New Yorkerin so für die aktuelle Platte Take The Hypotenuse’ einen schillernd perlenden akustischen Bandsound arrangieren und im Alleingang einspielen. Ihre schon legendäre Suche nach universellen Themen für zeitlose Songs hat sie mit nachdenklichen Balladen, leicht rockigen und jazzigen Stücken einer guten Portion Humor und gewitzt cleveren Hooklines auch beim Songwriting zur Höchstform auflaufen lassen. Vergleichbares gilt durchaus für den unbedingt empfohlenen Vorgänger ‚So Low, You Have to Listen’. Hier überwiegen indes die dunklen, wohlig warmen Klänge, wie der Name schon sagt und es gibt mehr von den intimen Solo-Stücken, allein mit ihrer Signature Martin Jumbo, wie wir sie auch live kennen und lieben. Beides sind Scheiben, die man unbedingt über Kopfhörer genießen sollte. Mrs. „Master of Schlep“, wie sie sich selbst augenzwinkernd nennt ist bekannt für kreative und extra leichte CD-Hüllen, diesmal wieder mit eigener Kunst. Texte dazu gibt es unter www.dianeponzio.com, hier finden sich auch die Tourdaten und übrigens einige der älteren CDs kostenfrei als Download!

Anspieltipps:

Diane Ponzio Frankfurt 2013

Diane Ponzio Musikmesse Frankfurt 2013

So Low, You Have To Listen
Solo-Ballade, tolle dunkle Jazzakkorde: ‚Got A Lot To Learn‘
Eine Gitarre sagt alles: ‚Find Me Lost‘, ‚Hmm‘, ‚Basta‘
Ballade, tief in D mit vermollter Subdominante:
‚I’ll Guard Your Sleep Tonight‘
Ukulele Feature: ‚Think Again‘

 

 

Diane Ponzio Musikmesse 2013

Diane Ponzio Acoustic Stage 2013

Take The Hypotenuse
Breiter akustischer Bandsound mit Gitarre, Ukulele & Bass: ‚Windy Day‘
Trifft den Nerv mit Humor: ‚I’m So Broke‘, ‚You Stink‘
Ohrwurm, voller Bandsound, viel Perkussion:
‚Don’t Break What You Can’t Fix‘
Typisch Diane Ponzio, diesmal Mandoline: ‚The Little Things‘

 

 

Diane Ponzio Webseite Diane Ponzio spielt Martin Gitarren und Ukulelen

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Jens Hausmann

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